Delbrück´sche Familienstiftung seit 1873

Förderung von Bildung, Erziehung, Forschung und Wissenschaft

Sonntag, 19.05.2019 - 10:45 Uhr
Max Delbrück (1906-1981)

Er war der jüngste Sohn des Historikers Hans Delbrück und Urenkel von Justus Liebig.

Delbrück studierte zunächst Astronomie, kam dann aber über die neu entdeckte Quantenmechanik zur theoretischen Physik. In diesem Fachgebiet promovierte er 1929.

1935 veröffentlichte er zusammen mit dem Genetiker Nikolai Timofejew-Ressowski ein Werk über Genmutationen, in dem sie als erste vorschlugen, Gene als komplexe Atomverbände aufzufassen. Damit begann die moderne Genetik.

1937 emigrierte Max Delbrück in die USA. In den 1940ern arbeitete er eng mit Salvador Luria zusammen, mit dem zusammen er den Vermehrungsprozeß der Bakteriophagen aufklärte. Auch mit Alfred Day Hershey tauschte er bald Informationen aus. Mit ihren Untersuchungen schufen die drei Wissenschaftler Grundlagen der modernen Molekularbiologie und Genetik. Dafür erhielten sie 1969 den Nobelpreis für Physiologie / Medizin.
Gottlieb Delbrück (1777-1842)

Dr. jur. h.c., Geheimer Ober-Regierungsrat, Kurator an der Universität Halle, Der jüngste Sohn eines Magdeburger Ratmannes studierte Rechtswissenschaften.

1798 trat er in den preußischen Staatsdienst, wurde nach einem kurzen Referendariat 1800 zum Justizkommissar und Notar ernannt und erhielt zugleich eine Assessur beim Syndikatsgericht des Magdeburger Domkapitels.

1826 zum Geheimen Regierungsrat ernannt, übernahm er zugleich die Aufgaben eines Justitiars des evangelischen Konsistoriums und des Provinzial-Schulkollegiums in Magdeburg. Während dieser Zeit erwarb er sich besondere Verdienste um die von Hardenberg beauftragte Regulierung der schwierigen Verhältnisse zum regierenden Grafen zu Stolberg-Wernigerode.

1831 wurde der erfahrene D. mit der Untersuchung der Studentenunruhen in Halle betraut und infolge der mit großer Umsicht gelösten Aufgabe noch im selben Jahr zum Regierungsbevollmächtigten und Kurator der Universität Halle berufen – ein Amt, das er bis zu seinem Tode ausübte.
Hans Gottlieb Leopold Delbrück (1848-1929)

Hans Delbrück studierte ab 1868 Geschichte und promovierte 1873. Von 1874 bis zu dessen Tod 1879 war er Erzieher des preußischen Prinzen Waldemar (sechstes Kind des damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm). 1881 habilitierte sich Delbrück in allgemeiner Geschichte.

1885 wurde er außerordentlicher, 1895 ordentlicher Professor. Wegweisend wurden vor allem seine Leistungen auf dem Gebiet der Militärgeschichte, die er als einer der ersten in den Rahmen der allgemeinen Geschichtswissenschaft einbeziehen wollte. Dieser Bruch mit der Tradition, Kriegsgeschichte und ihre Interpretation den Militärs zu überlassen, stieß sowohl bei seinen historischen Fachkollegen als auch beim Militär auf Widerstand. Nach seiner Emeritierung 1921 verfasste Delbrück eine fünfbändige Weltgeschichte.

Von 1882 bis 1885 war Delbrück Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses für die Freikonservativen. Von 1884 bis 1890 war er Mitglied des Reichstags, ebenfalls für die Freikonservativen. Danach setzte er sein politisches Wirken als Publizist und Kommentator fort.

Bildung & Erziehung

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Förderprojekt 2010: Gesundbrunnen Grundschule - 04.01.2011

Förderprojekt 2010: Gesundbrunnen Grundschule

Im Mittelpunkt der Arbeit aller Pädagog/innen und Mitarbeiter/innen der Schule steht der Gedanke, allen Schülern bestmögliche Integrationsmöglichkeiten zu eröffnen. Die Förderung der Sprache gehört seit Jahren zum Hauptanliegen der pädagogischen Arbeit der Schule. Die Gewaltprävention ist ein wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit.
Die Pädagog/innen erarbeiteten einen Regelkatalog, durch dessen Einhaltung ein friedliches Zusammenleben an der Gesundbrunnen-Grundschule besser gewährleistet ist. Das Fach „Soziales Lernen“ hilft den Schüler/innen miteinander gewaltfrei zu kommunizieren und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten bei Meinungsverschiedenheiten zu finden.
Bei Schüler/innen, Lehrer/innen, Mitarbeiter/innen und Eltern entwickelte sich der Wunsch nach einer gemeinsamen schulischen Identität (Corporate Identity).
Ein großes Potential der Schüler der Gesundbrunnen-Grundschule liegt darin, sich in sportlichen Wettkämpfen erfolgreich auszuprobieren und zu profilieren. Besonders lernschwache Schüler haben im Sportunterricht die einzigen schulischen Erfolgserlebnisse überhaupt. Erfahrungsgemäß fördert der Sport die Integrationsbereitschaft und senkt gleichzeitig das Gewaltpotential der Schüler. Außerdem werden verschiedene Kompetenzen der Schüler, wie im Rahmenplan Sport ausgewiesen, in besonderem Maße gefördert.

Das Programm „Alba macht Schule“ - Grundschule mit Sportprofil
Der zentrale Baustein für die Zukunft des ALBA-Schulprogramms ist das Pilotprojekt „Grundschulen mit Sportprofil“. Aufbauend auf wöchentlichen Basketball-AGs wurde in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und der Senatsverwaltung an mittlerweile neun Schulen aus der Berliner Innenstadt ein Sportprofil und damit zusätzlicher Sportunterricht eingeführt. Das Besondere hierbei: Bei dem Projekt werden die Kinder einer Sportklasse in bis zu drei zusätzlichen Sportstunden in ihrer Kondition und Koordination gefördert, in die unterschiedlichsten Spiele eingeführt und nach und nach an den Basketballsport herangeführt.
Dabei bildet ein ALBA– Jugendtrainer ein Team mit den Sportlehrern der Schule. Die ALBA-Jugendtrainer assistieren den zusätzlichen Sportunterricht an diesen Schulen gemeinsam mit den Sportlehrern, um frühzeitig eine intensive und ganzheitliche sportliche Grundausbildung zu erreichen. Trainer und Sportlehrer pflegen einen regen Austausch, bei dem die Schulen vom Know-how der Jugendtrainer profitieren. den Jugendtrainern wird durch das Projekt eine berufliche Perspektive geboten.
Im zweiten Jahr nach der Einführung sind bereits acht Grundschulen aus Pankow, Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg an dem Projekt beteiligt.

Durch die sportliche Förderung der Kinder der Gesundbrunnen Grundschule sollen insbesondere Kompetenzen entwickelt werden, die für eine erfolgreiche soziale Integration förderlich sind und gleichzeitig auch der körperlichen und geistigen Entwicklung unserer Kinder zugute kommen. Verschiedene wissenschaftliche Studien beweisen die sich bedingende körperliche und geistige Entwicklung im Kindesalter.
Im Mittelpunkt steht hierfür insbesondere die Sprachförderung, die im Sportunterricht gezielt thematisiert wird. Die Schüler lernen neue Begriffe und Satzkonstruktionen, die mit verschiedenen Geräten, Materialien, Bewegungen, Lagebeziehungen etc. verknüpft sind. So ist es von großer Bedeutung für unsere Kinder, von Sportprofis betreut zu werden. Die Integration schulfremder Personen bereichert das Schulleben. Die Persönlichkeit und Professionalität der Albatrainer/innen öffnet den Blick in die Welt außerhalb des Schullebens.

Im Sommersemester 2011 ist die Gesundbrunnen Grundschule Gegenstand eines Seminars der Humboldt Universität. Der Titel des Seminars lautet „Integration, Schule und Sport- Wissenschaftliche Evaluation eines Weddinger Schulprojekts“
Dabei gehen die von Professor Braun betreuten Studenten Fragestellungen nach, inwieweit eine soziale Integration durch das Projekt „Alba macht Schule“ erfolgt.
An der Durchführung der qualitativen und quantitativen Evaluationen sind vor allem auch die beiden an der Schule beschäftigten Alba-Trainer beteiligt. Sie übernehmen einen Teil der Kommunikation zwischen den Studenten und der Schulleitung, organisieren die Hospitationen in den Sportstunden und stellen die Daten des diesjährigen Bös-Tests für die Untersuchungen zur Verfügung.
Das zweite wissenschaftliche Standbein beinhaltet die Organisation und Durchführung des „Motorischen Tests“ nach Bös an der Schule. Dieses Jahr fand die erste Erhebung in allen SAPH klassen statt. Der Bös-Test beinhaltet die Erhebung eines Ist Wertes motorischer Basiskompetenzen, dazu gehören z.B. Sprint, Koordination und Ausdauertests. Der Test wird an allen Grundschulen mit Sportprofil teilnehmenden Schulen durchgeführt. Vergleichswerte mit anderen Schulen sind ebenfalls möglich, da der Test deutschlandweit eingesetzt wird.