Delbrück´sche Familienstiftung seit 1873

Förderung von Bildung, Erziehung, Forschung und Wissenschaft

Samstag, 16.12.2017 - 09:49 Uhr
Max Delbrück (1906-1981)

Er war der jüngste Sohn des Historikers Hans Delbrück und Urenkel von Justus Liebig.

Delbrück studierte zunächst Astronomie, kam dann aber über die neu entdeckte Quantenmechanik zur theoretischen Physik. In diesem Fachgebiet promovierte er 1929.

1935 veröffentlichte er zusammen mit dem Genetiker Nikolai Timofejew-Ressowski ein Werk über Genmutationen, in dem sie als erste vorschlugen, Gene als komplexe Atomverbände aufzufassen. Damit begann die moderne Genetik.

1937 emigrierte Max Delbrück in die USA. In den 1940ern arbeitete er eng mit Salvador Luria zusammen, mit dem zusammen er den Vermehrungsprozeß der Bakteriophagen aufklärte. Auch mit Alfred Day Hershey tauschte er bald Informationen aus. Mit ihren Untersuchungen schufen die drei Wissenschaftler Grundlagen der modernen Molekularbiologie und Genetik. Dafür erhielten sie 1969 den Nobelpreis für Physiologie / Medizin.
Gottlieb Delbrück (1777-1842)

Dr. jur. h.c., Geheimer Ober-Regierungsrat, Kurator an der Universität Halle, Der jüngste Sohn eines Magdeburger Ratmannes studierte Rechtswissenschaften.

1798 trat er in den preußischen Staatsdienst, wurde nach einem kurzen Referendariat 1800 zum Justizkommissar und Notar ernannt und erhielt zugleich eine Assessur beim Syndikatsgericht des Magdeburger Domkapitels.

1826 zum Geheimen Regierungsrat ernannt, übernahm er zugleich die Aufgaben eines Justitiars des evangelischen Konsistoriums und des Provinzial-Schulkollegiums in Magdeburg. Während dieser Zeit erwarb er sich besondere Verdienste um die von Hardenberg beauftragte Regulierung der schwierigen Verhältnisse zum regierenden Grafen zu Stolberg-Wernigerode.

1831 wurde der erfahrene D. mit der Untersuchung der Studentenunruhen in Halle betraut und infolge der mit großer Umsicht gelösten Aufgabe noch im selben Jahr zum Regierungsbevollmächtigten und Kurator der Universität Halle berufen – ein Amt, das er bis zu seinem Tode ausübte.
Hans Gottlieb Leopold Delbrück (1848-1929)

Hans Delbrück studierte ab 1868 Geschichte und promovierte 1873. Von 1874 bis zu dessen Tod 1879 war er Erzieher des preußischen Prinzen Waldemar (sechstes Kind des damaligen Kronprinzen Friedrich Wilhelm). 1881 habilitierte sich Delbrück in allgemeiner Geschichte.

1885 wurde er außerordentlicher, 1895 ordentlicher Professor. Wegweisend wurden vor allem seine Leistungen auf dem Gebiet der Militärgeschichte, die er als einer der ersten in den Rahmen der allgemeinen Geschichtswissenschaft einbeziehen wollte. Dieser Bruch mit der Tradition, Kriegsgeschichte und ihre Interpretation den Militärs zu überlassen, stieß sowohl bei seinen historischen Fachkollegen als auch beim Militär auf Widerstand. Nach seiner Emeritierung 1921 verfasste Delbrück eine fünfbändige Weltgeschichte.

Von 1882 bis 1885 war Delbrück Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses für die Freikonservativen. Von 1884 bis 1890 war er Mitglied des Reichstags, ebenfalls für die Freikonservativen. Danach setzte er sein politisches Wirken als Publizist und Kommentator fort.

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